Donnerstag, 10. Mai 2012
20.30 Uhr

In Jugoslawien verboten, an den internationalen Filmfestivals begeistert aufgenommen, ist dies ohne Frage eines der wichtigsten subversiven Meisterwerke der siebziger Jahre: eine komische, hocherotische politische Komödie, die ganz ernsthaft Sex als ideologischen Imperativ für die Revolution vorschlägt und für einen »Erotischen Sozialismus« eintritt. Wohl kein anderer als Makavejev wäre imstande gewesen, diese halluzinierende Mischung zusammenzutragen &ldots; Hinter der unbeschwerten Frivolität und dem herrlichen Humor des Films lauert eine ernsthaftere ideologische Absicht: Opposition gegen alle unterdrückenden gesellschaftlichen Systeme des Ostens und Westens, Verbannung der verklemmten Lüsternheit aus dem Geschlechtsleben und eine Schlussabrechnung der neuen Radikalen mit dem reaktionär gewordenen Regime in der UdSSR. (Quelle: Film als subversive Kunst)
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