18.06.18
20:15 Uhr

Der subjektive Faktor

BRD, 1981, Farbe/schwarz-weiß, 138 min, Sprache: deutsch, 16mm

  • B&R: Helke Sander
  • K: Martin Schäfer
  • S: Ursula Höf, Dörte Völz
  • M: Heiner Goebbels
  • D: Angelika Rommel, Nikolaus Dutsch, Dominik Bender, Lutz Weidlich u.a.
  • V: Deutsche Kinemathek

Wie spielen das Private und das Politische zusammen, wenn eine Teil einer Bewegung ist ? Erzählt wird die Geschichte einer jungen Studentin und der Formierung einer Frauenbewegung im Umfeld des SDS. Die kleinen Kämpfe der Protagonistin um Entscheidungen innerhalb der aktivistischen Gruppe spiegeln die großen feministischen Kämpfe wider. Geschickt montiert Helke Sander Spielszenen mit dokumentarischen Aufnahmen der studentischen Proteste zu einer filmischen Erinnerung. Widerspenstig fügen sich öffentliche Bilder der Proteste mit der subjektiven Erfahrung einer (fiktiven) Aktivistin in ein Spiel der Widersprüche. Nicht nur im Gedenkjahr »50 Jahre Mai 1968« lohnt es sich, dem prüfenden Blick Helke Sanders auf die eigene Geschichte zu folgen und das Private im Politischen unter die Lupe zu nehmen. [af]